Weserbergland (ey). Rückblickend reicht ein einfaches „Wow“ als Ausruf der Anerkennung: Denn so viel Sonnenschein hatte uns selten bis nie ein März zuvor beschert. Blau, überaus blau der Himmel an vielen Tagen, dazu ein wolkenfreier Blick aufs Sternenzelt in den kühlen, aber nicht kalten Nächten. Für Freizeitaktivitäten war dieses Wetter außerordentlich willkommen.

Draußen zu sein, ob im Wald bei ausgedehnten Wanderungen oder auf dem Fußballplatz, ob im Garten mit einem Becher Kaffee in der Hand oder bei Spaziergängen durchs Viertel oder Dorf: So gesehen verdiente Monat Nummer drei eine Eins mit Sternchen. Wenn das Wörtchen wenn nicht wär‘…
Denn mit kaum zehn Litern Niederschlag pro Quadratmeter kämpften vor allem die Landwirte. Beziehungsweise deren Ackergewächse, fast schon ums Überleben. Immerhin bedeuten kaum zehn Liter pro Tag nicht einmal 300 Milliliter Flüssigkeit – was, bitteschön, soll wohl daraus erwachsen? Gerade der März, in dem der Bauer, wie uns der Volksmund sagt, ja die Rösslein einspannt, braucht die Natur viel mehr Wasser. Was sie nicht bekam. Mehr noch: Manch forscher Wind trocknete die Böden noch mehr aus, was letztlich sogar schon jetzt, so früh im Jahr, zu einer erhöhten Waldbrandgefahr führte. Was daraus folgt: Dass wir den Tag nie vor dem Abend loben sollten (noch so eine Weisheit) und dementsprechend auch nie den Monat vor seinem Ende. Zu viel Sonne und zu wenig Regen ist, gerade in Zeiten des aufblühenden Frühlings, insgesamt eher mit Vorsicht zu genießen. Und wie‘s schon im April so weiterging, wissen wir ja: Schnee oh je – aber der macht ja bekanntlich immer mal wieder, was er will, der April. Fast scheint es, dass wenigstens auf ihn Verlass ist. Weil: Nächste Woche soll‘s viel wärmer werden. Ein Hin und Her ist das.