Bad Pyrmont (mes). Jetzt wird es ernst: Die Bahnhofstraße in Bad Pyrmont soll rund fünf Monate gesperrt werden. Grund für die geplante Vollsperrung der Stadtauswärts-Spur sind Tiefbauarbeiten. Die Erreichbarkeit der dort ansässigen Unternehmen soll laut Auskunft der Stadt Bad Pyrmont aber zu jedem Zeitpunkt gegeben sein.
Die für Bad Pyrmonts Kanäle verantwortliche städtische Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) lässt in dem Bereich unter dem vorhandenen Mischwasser-Kanal einen zusätzlichen Stauraum-Kanal bauen. „Der soll unser Kanalnetz bei Starkregen absichern“, erklärt Bad Pyrmonts stellvertretender Baudezernent Hans-Joachim Böhnke in seiner Zusatz-Funktion als AöR-Mitverantwortlicher.
Das als Regenwasser-Speicher fungierende neue Kanalstück solle verhindern, dass bei heftigen Unwettern das Niederschlagswasser zusammen mit Schmutzwasser aufgrund der Überlastung der Kanäle ungeklärt in die Emmer gepumpt werde. „Wenn ich zusätzlichen Stauraum schaffe, fährt das Pumpwerk nicht hoch“, so Böhnke weiter. Zugleich werde verhindert, dass aus den Kanaldeckeln Wasser sprudle. Kosten sollen die Arbeiten alles in allem etwa 1,6 Millionen Euro.
„Die Absperrmaßnahme wird sich zunächst auf den Kreuzungsbereich Oesdorfer Straße konzentrieren“, erklärt Böhnke weiter. „Das Polizeikommissariat und die benachbarte Penny-Filiale bleiben also zunächst aus beiden Richtungen anfahrbar.“ Die Strecke bis zur Baustelle könne stadtauswärts als Sackgasse ausgewiesen werden. Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts werde die Baustelle dann in Richtung Humboldtstraße weiterwandern.
Wer in den kommenden Monaten stadteinwärts fahrend tanken oder einkaufen oder zum Steuerberater will, soll das kleine Gewerbegebiet rund um die Tankstelle Huddelbusch über eine Behelfsbrücke ansteuern können.