Weserbergland (ey / mes). Früher fragte Rudi Carrell: „Wann wird‘s mal wieder richtig Sommer?“ Der Entertainer müsste heute umtexten auf: „Wann wird‘s mal wieder richtig Winter!“
Mit Ausrufungszeichen, bitte! Denn keine Flocke ist bislang vom Himmel gefallen. Und in den kommenden zwei Wochen bleiben die Tagestemperaturen im Weserbergland zwischen fünf und zwölf Grad Celsius. Es wird regnen, mal mehr, mal weniger, was wenigstens für den Wald und die Landwirtschaft nicht von Nachteil sein dürfte. Aber sonst?
Gähnende Langeweile zwischen fünf und zwölf Grad
Wetterlangeweile anstatt Wetterkapriolen. Zum Gähnen. Da freut man sich ja – das Wortspiel sei an dieser Stelle gestattet – wie ein Schneekönig über Schal und Strickmütze, die ein Spaziergänger dem „Sitzenden Mädchen“ von Künstler Peter Szaif im Hamelner Bürgergarten wohl aus lauter Frust über diesen schändlichen Winter verpasst hat. Als wenn er die Eiskönigin locken möchte. Hat bislang aber nichts genützt. Leider, irgendwie…
Und dann auch noch das: Rheumatiker leiden unter Gelenk-, Glieder- und Muskelschmerzen. Auch asthmatische Beschwerden werden unter der momentanen Witterung verstärkt. Kopfschmerzen und Migräneattacken bereiten Probleme. Oft ist man elanlos und bisweilen schlecht gelaunt. Schlafstörungen sorgen zusätzlich für Beeinträchtigung des Wohlbefindens. Erkältungskrankheiten breiten sich aus. Besonders grippale Infekte mit Schnupfen und Husten sind auf dem Vormarsch. Der Tiefschlaf erweist sich als nicht so erholsam wie gewohnt. Dadurch ist man weniger leistungsfähig und belastbar als sonst. Mehr zum Thema: https://www.gesundheit.de/rat-hilfe/biowetter/hannover
Will heißen: Was uns auch im Weserbergland hier gerade voll erwischt, ist wohl nichts weniger als der Klimawandel, den wir uns zum großen Teil noch selbst eingebrockt haben. So’n Ärger. Zuviel Kohlendioxid verpufft in der Luft. Dass wir das wissen, ist nicht die Frage. Die Frage ist, ob wir aufgrund dieses Wissens daran auch etwas ändern wollen?