Hameln-Pyrmont (mes / red). Unter dem Motto „Architektur gestaltet Zukunft“ findet der Tag der Architektur am letzten Juni-Wochenende statt. Doch auch in diesem Jahr sind aufgrund der Coronasituation Anpassungen hinsichtlich einer Besichtigung vor Ort notwendig. Trotz allem wird auf jeden Fall wieder ein vielfältiges Programm geben. Auch einige Objekte in unserer Region nehmen teil und laden Interessierte zum Entdecken ein.

Seit mehr als 25 Jahren laden Planer gemeinsam mit ihren Bauherren dazu ein, ihre Bauvorhaben, Gebäude, Gärten oder Grünanlagen zu besichtigen. Der Tag der Architektur ist alljährlich ein besonderes Erlebnis, das im vergangenen Jahr trotz Corona auf ein breites interessiertes Publikum traf. In kürzester Zeit wurden bundesweit von den Architektenkammern neue Konzepte entwickelt und realisiert, die es den Besuchern ermöglichten auf virtuellem Weg mehr Projekte als zuvor kennenzulernen und dies auch über die eigene Region hinaus. In diesem Jahr beteiligen sich drei Objekte im Landkreis Hameln-Pyrmont am Tag der Architektur diesen Sonntag, 27. Juni.

In landschaftlich spannungsvoller Lage und mit einer über 100-jährigen Geschichte wurde mit dem Schullandheim Riepenburg in Aerzen ein Erweiterungsbau für die bestehenden Bettenhäuser entwickelt, durch den ein attraktives ganzjähriges Angebot ermöglicht wird. Der Neubau bildet ein Ensemble mit den beiden Bestandshäusern, das kurze Wege und eine kommunikative Einbindung in den Heimbetrieb gewährleistet. Durch die Einbettung in das hangwärts abfallende Gelände öffnet sich der große Saal gleichermaßen zum Vorplatz wie zur beeindruckenden Landschaft des Hummetals. Führungen sind für 11, 13 und 15 Uhr, indoor und outdoor, geplant. Reservierung: per E-Mail an f.lindner@kubik-gruppe.de mit Name und Kontaktdaten bis 26. Juni, 12 Uhr. Auch Architekt und Bauherr/Nutzer stehen für Fragen und Austausch zum Projekt zur Verfügung. Auf dem gesamten Gelände besteht Maskenpflicht. Die Nutzung der Sanitäranlagen ist nicht möglich.

In Hameln präsentiert sich die Kita Aubuschweg. Das eingeschossige Gebäude mit einer Grundfläche von knapp 1000 Quadratmetern wurde in einer Bauzeit von circa acht Monaten in Holztafelbauweise erstellt. Entstanden ist eine Vier-Gruppen-Kita mit großzügigen multifunktionalen Gemeinschaftsflächen im nördlichen Gebäudeteil des winkelförmigen Kindergartens. In dem in südliche Richtung gelegenen Teil befinden sich die vier Gruppenbereiche der Einrichtung. Alle lichtdurchfluteten Gruppen- und Gemeinschaftsflächen haben einen direkten Zugang zu den grünen Außen-Spielbereichen, die unter anderem mit einer Bobby-Car-Bahn aufwarten können. Eine Führung ist um 11 und 13 Uhr möglich, eine Anmeldung nicht erforderlich. Treffpunkt ist vor dem Haupteingang, Aubuschweg 7.

Auch das neue Schulzentrum Nord in Hameln öffnet seine Pforten zum Tag der Architektur. Aufgrund von Topografie und Baumstand war das Schulzentrum im Stadtraum kaum präsent. Abweichend zur Wettbewerbsvorgabe wurde der Neubau anders positioniert: So bekamen die Schulen erstmals ein Gesicht … eine neue Öffentlichkeit … nun als Schulzentrum Nord. Eine Fülle von Umbau-, Sanierungs- und Renovierungsnotwendigkeiten hatte sich aufgestaut, überlagerte die Ursprungsaufgabe vollends und führt heute dazu, dass die alten Strukturen selbst den „Ehemaligen“ kaum noch präsent sind. Metamorphose zu einem neuen Ganzen! Um 10 und 12 Uhr besteht die Möglichkeit an einer Führung teilzunehmen. Auf dem gesamten Schulgelände ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Registrierung und Erfassung der Kontaktdaten geschehen vor Ort (Stift und Liste, keine App).

Die Stadt Hessisch Oldendorf ist mit ihrem Stadthaus beim Tag der Architektur dabei. Das 1905 errichtete ehemalige Lager- und Werkstattgebäude der Eisenwarenhandlung Pörtner stand einige Jahre leer und wurde vollständig unter Beibehalt der vorhandenen Konstruktionen aus- und umgebaut. Das zum „Stadthaus“ umgenutzte Gebäude beinhaltet Bürgerbüro, Stadtbücherei, Vereinsraum und multifunktionalen Veranstaltungsraum. Die Jugendstilputz- und Backsteinfassaden sowie der große Werkstattraum im Erdgeschoss wurden erhalten und ein Kern mit offenem Treppenhaus und Aufzug in Sichtbeton für die barrierefreie Erschließung integriert. Für 11, 12.30 und 14 Uhr sind Indoor-Führungen mit Hygienekonzept (bei Inzidenz bis 35) geplant. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Kontaktlisten liegen aus.