Hameln (ey). Tausende Tulpen öffnen ihre Kelche jetzt, nachdem auf vielen Grünstreifen an Einfallstraßen und Verkehrsinseln Zehntausende Osterglocken den Lenz lockten. Es sind superschöne Bilder, die sich fest einprägen, Blüten und Blumen, die manchen Hamelner laut Thomas Wahmes, Pressesprecher der Stadtverwaltung, dazu bringen, im Rathaus anzurufen, um Lob und Dank auszurichten. Kommt ja auch nicht alle Tage vor… Das müsste eigentlich aber gleichzeitig auch bedeuten: Mehr davon, bitte!
Also: mehr von diesem farbenfrohen Blütenreigen. Doch leichter gesagt als getan, denn: „Die Stadt ist an der Grenze dessen, was sie an Grünflächen pflegen kann“, so Thomas Wahmes. Kostenfrage, logisch. Und personell muss es machbar sein. Dabei habe die entsprechende Fachabteilung Stadtgrün in den vergangenen Jahren schon viel mit cleverer Bepflanzung erreicht. Zwiebelblumen und Staudenmischungen, die sich gewissermaßen selbst stützen, indem die Frühlingsboten den Blütenstaffelstab an die Sommer- und Spätsommerstauden übergeben. Konsequent umgesetzt zum Beispiel im Kreuzungsbereich Thiewall/Erichstraße. Toll geworden.
Derweil an den Einfallstraßen wie „Fischbecker“, Bundesstraße 217 und Wangelist (Kreuzungsbereich Bundesstraßen 83 und 1) die fröhliche Blütenschar der Frühlingszwiebelblumen schlicht aus saftigem Grasgrün hervorlugt. Auch hier: wenig Aufwand in der Pflege, weil nach dem wirklich spektakulären Blütenmeer nicht sofort gemäht werden darf, sondern die oberirdischen Pflanzenteile erst trocken werden müssen, damit die Kraft in die Zwiebel zurückkehrt.
Laut Thomas Wahmes hat die Fachabteilung Stadtgrün seit 2014 großzügig Zwiebelpflanzen im Stadtgebiet gepflanzt – „überschlägig ermittelt etwa 1,6 Millionen Stück“! Maschinell und händisch in den Blumenstreifen sowie in den Staudenmischpflanzungen auf den Mittelinseln eingebracht. Aktuell wurden die Kreisel am Schulzentrum Nord und am Reimerdeskamp/Bertholdsweg bepflanzt.
Nun soll hier nur die Rede von Blumen sein, nicht von Bäumen. Das muss man scharf trennen. Für Bäume wird viel mehr Platz und eine intensivere Planung benötigt als für Stauden. Und: „Bäume wurzeln tief. Bestehende Versorgungsleitungen können da stören“, heißt es aus dem Rathaus. Dennoch wollen die Diskussionen bei Hamelnern darüber nicht enden, dass zum Beispiel die Fußgängerzone doch zu wenige Bäume hat. Die Debatte darüber bleibt aktuell. Was jedoch positiv festgestellt werden muss: dass die Amberbäume am Kastanienwall, die vor drei Jahren gesetzt wurden, sehr gut angewachsen sind. Nicht einer ist abgängig, trotz des sehr trockenen Sommers im vergangenen Jahr. Es wird noch ein paar Jahr dauern, dann spenden sie Schatten und erreichen auch den gewollten Allee-Charakter.