Hameln-Pyrmont (mes). 2022 ist in vollem Gange – und was gibt es Besseres, als voller Vorfreude den Urlaub für dieses Jahr zu planen? Wer pfiffig ist, holt das Maximum an Freizeit heraus, indem er sich die Brückentage zunutze macht. Doch wohin soll beziehungsweise darf es überhaupt gehen? Einst fühlte sich das Reisen selbstverständlich an. Doch seit bald zwei Jahren ist es damit vorbei. Die Corona-Pandemie zieht sich hin, Welle für Welle. Nun blicken wir sehnsüchtig voraus.

„Die Deutschen wollen wieder reisen“, sagt Andrea Zielonka. Nichtsdestotrotz seien viele Kunden noch vorsichtig, was das Umsetzen ihrer Urlaubspläne anbelangt. „Doch das ist ja normal“, meint die Büroleiterin vom FIRST Reisebüro Hameln. Das Gute: Wer unsicher ist, kann Flextarife nutzen, die viele Reiseveranstalter anbieten. So sei ein Storno zum Beispiel bis 14 Tage vor Antritt kostenfrei.

Kunden planen wieder langfristiger

„Und so können die Kunden auch wieder langfristig planen“, sagt Zielonka. Dass sie eben das tun, unterstreicht auch Manfred Kröger, Inhaber der Agentur für Reisen in Bad Pyrmont. Während Urlaube im vergangenen Jahr „extrem kurzfristig“ gebucht worden seien, entwickele sich der Trend wieder zurück zur Langfristigkeit. „Es ist sinnvoll, jetzt seinen Sommer- und Herbsturlaub zu buchen“, rät er seinen Kunden.

Sowohl Andrea Zielonka als auch Manfred Kröger sehen momentan Reiseziele wie Spanien und Griechenland stark nachgefragt. „Hier sind die Corona-Fallzahlen übersichtlicher als zum Beispiel in der Türkei oder in Ägypten“, begründet Kröger. „Wir hatten noch nie so viele Griechenland-Buchungen wie derzeit.“ Aber auch die Türkei sei langsam wieder im Kommen – nicht zuletzt durch das „super Preis-/Leistungsverhältnis“, fügt Andrea Zielonka hinzu. Auch USA und Kanada stünden bei ihren Kunden hoch im Kurs, was auch Manfred Kröger bestätigt: „Einige Kunden standen gleich in den Startlöchern, als die USA ihre Grenzen wieder öffneten.“

Neben Karibikkreuzfahrten laufen auch deutsche Ziele erneut sehr gut, was zu erwarten war. „Die Situation im Land ist größtenteils bekannt, die Urlauber können also mit dem Auto anreisen und sind so flexibel“, meint Andrea Zielonka. Viele Familien hätten im vergangenen Jahr ihren Aufenthalt in Hotel oder Ferienwohnung an Nord- und Ostsee gleich für dieses Jahr klargemacht. „Kapazitäten gibt es aber immer noch“, beruhigt sie, wenn auch vermutlich zu höheren Preisen. „Die Preise steigen merklich von Woche zu Woche“, weiß auch Manfred Kröger und rät seinen Kunden daher, frühzeitig zu buchen.

Wer sich für ein Ziel entschieden hat, mit seinen Urlaubstagen aber knauserig ist, der sollte einen Blick in den Kalender werfen. Nach der Brückentage-Flaute 2021 ist es nämlich erfreulich, dass die Urlaubstage in diesem Jahr mehr als verdoppelt werden können – zumindest in so manchem Bundesland. Gerade über Ostern nehmen viele Arbeitnehmer gerne Urlaub. Plant man hier geschickt, hat man bis zu 16 Tage frei. Durch Karfreitag am 15. April und Ostermontag am 18. April bietet sich eine super Möglichkeit für einen zweiwöchigen Urlaub: Vom 11. bis zum 22. April nehmen Urlauber acht Tage Urlaub und bekommen insgesamt 16 Tage frei! Alternativ klappt’s auch vom 19. bis 22. April: Für vier Tage Urlaub gibt es neun Tage frei.
Am 26. Mai ist Christi Himmelfahrt, ein Feiertag, der einem auch mehr Urlaub verschafft, wenn man richtig plant: Wer vom 23. bis zum 27. Mai bucht, nimmt vier Tage Urlaub, bekommt aber ganze neun Tage frei. Oder er reicht Urlaub für den 27. Mai ein und hat vier Tage frei.

Auch der Juni bietet sich für Reisen mit wenigen Urlaubstagen an: Am 6. Juni ist Pfingstmontag. Wer Urlaub vom 7. bis zum 10. Juni beantragt, muss nur vier Tage Urlaub für insgesamt neun freie Tage opfern.

Weiter geht’s: 2021 lag der 3. Oktober, der Tag der deutschen Einheit, auf einem Sonntag. Das sieht in diesem Jahr glücklicherweise anders aus. Zudem ist der Reformationstag am 31. Oktober in knapp der Hälfte der Bundesländer (wie zum Beispiel in Niedersachsen) ein zusätzlicher Feiertag. Warum also nicht vom 4. bis zum 7. Oktober Urlaub nehmen? Für die vier Tage gibt’s dann neun Tage frei! Oder aber man nimmt eine Auszeit bis zum 4. November: Auch hier müssen nur vier Tage für neun Tage Muße eingereicht werden. Ähnlich können es NRWler handhaben: Sie nutzen den Brückentag über Allerheiligen am 1. November für mehr freie Tage.

Und wie sieht’s Weihnachten aus? Sowohl Heiligabend als auch Neujahr fielen zuletzt auf einen Freitag, sodass die Urlaubsplanung rund um das Fest nicht gerade arbeitnehmerfreundlich war. Das ändert sich in diesem Jahr. Wer hier gut plant, kann sich über die Feiertage zusätzlichen Urlaub gönnen und hat Zeit für ein bisschen Erholung, indem er Urlaub vom 27. bis 30. Dezember beantragt und dafür neun Tage am Stück frei hat.