Hameln-Pyrmont (ey). Wo es am schönsten ist? Zu Hause natürlich! Im eigenen Garten lassen sich Träume erfüllen. Man schnippelt und grubbert und gräbt, man genießt still in sich hinein, man freut sich über die dicken roten Erdbeeren, die Blütenkaskaden von Rauer Deutzie, Schein-Jasmin und Japanischem Hartriegel. Und man weiß, dass die Inspiration und Kreativität immerfort von Neuem angefacht wird. So muss es jedenfalls denen gehen, die sich am HALLO-Wettbewerb beteiligt haben. Über 80 Einsendungen schönster Gartenbilder sind beim HALLO eingetroffen. Und ja: Irgendwie hätten alle Teilnehmer den Sieg verdient. Aber nach eingehender Beratung hat sich die Jury dann doch für drei ganz besondere Gärten entscheiden.
Warum gerade diese drei? Was man grundsätzlich feststellen kann: Dass in allen drei Anlagen die Mischung stimmt. Die Gärtnerinnen und Gärtner haben mit ihrem Ideenreichtum und ihrer Pflanzarbeit eine atmosphärische Dichte geschaffen, die allein auf diesem einen Foto spürbar ist.
Über 80 Zusendungen aus dem gesamten Verbreitungsgebiet des HALLO haben die Auswahl zwar schwierig, aber auch zu einem Vergnügen gemacht. Und das ist gar kein Wunder, sondern die logische Folge des in Corona-Zeiten neu entdeckten Glücksgefühls, einen eigenen Garten zu haben. Viele Menschen werden wohl auch in diesem Jahr ihren Urlaub und viel Freizeit zu Hause verbringen. Ein Garten ist dabei wie eine Insel – Gartenbesitzer schaffen sich ihre Urlaubsoase und machen es sich jetzt erst recht schön.
Die drei Gewinner dürfen sich nicht nur über ihr grünes Wohnzimmer freuen, sondern zusätzlich über Gewinne. Hagebaumarkt Honig aus Hameln stiftet drei tolle Preise: das Gartenmöbelset „Ravello‘“ im Wert von 899 Euro (1. Preis), den Mr. Gardener Gasgrill Virginia 3 im Wert von 299 Euro (2. Platz) und das Casaya Balkon-Set Pesara im Wert von 199 Euro (3. Platz).
- Der 1. Platz geht an Monika Lücke aus Aerzen: Sie gewinnt den großen Garten-Wettbewerb im HALLO deshalb, da sie Nutzen und Zierde hervorragend austariert. Ihr Foto zeigt, wie schön ein klassischer Gemüsegarten mit wie an der Schnur gezogenen Reihen, aus denen nun die Vitamine in Form von Zwiebeln, Karotten und vielem mehr sprießen, mit formalen Elementen versehen werden kann. Buchsbaum säumt die Beete, in denen bis zum Herbst allerlei Leckeres und Knackiges geerntet wird. Die kleinen Hecken sorgen für verbessertes Mikroklima und Windschutz. Dazu große Buchsbaumkugeln. Im Hintergrund stehen große Obstbäume, die der fleißigen Gärtnerin an heißen Tagen kühlenden Schatten spenden – und in einigen Monaten goldene Früchte. Was die Jury überzeugt: Dass Blühendes, Fruchtendes und Sinnliches perfekt aufeinander abgestimmt worden ist. Ein herrlicher, klassischer Garten mit Bauerngartencharme.
- 2. Platz: Fließende Linien anstatt Ecken und Kanten: Walter Kast aus Salzhemmendorf gibt seinem grünen Wohnzimmer eine lebendige Form. Besonders apart zeigt sich das eingezäunte Rund des Gemüse- und Obstgartens, das er von einem schönen Sitzplatz aus gut betrachten kann. Wobei er wohl sicher auch viel dort arbeitet, wo das Schmackhafte wächst, denn es sieht sehr gepflegt aus. Da ist aber außerdem auch der Hang zum Wasser, der im Gesamtkonzept deutlich hervorsticht. Einerseits eine alte Zinkwanne, andererseits ein kleiner Teich in Nierenform. Und wer genau hinschaut, erkennt vorne links auch noch die wundervolle Katzenminze, die ihren Duft versprüht. Was die Jury überzeugt: Dass dieser Garten insgesamt eine sehr sinnliche Note ausstrahlt.
- 3. Platz: Welch eine schöne Anlage! Dieser Garten, der fast das Antlitz eines Parks mit sich führt, besticht durch vor allem durch die unterschiedlichen Gehölze, die den großen Teich säumen – edle Nadelgewächse und unterschiedliche gefärbte Blattgehölze. D. Bartke aus Hessisch Oldendorf hat wahrhaftig eine stimmige Anlage mit ineinanderfließenden Linien geschaffen, klug angelegt und mit atmosphärischer Tiefe. Kein klassischer Blütengarten, ganz sicher nicht, aber dafür einer, der über das Jahr hindurch seine Wirkung nicht verliert. Blühendes lässt er von Zeit zu Zeit dennoch nicht vermissen, daran besteht kein Zweifel. Dazu ein hübscher Steingartenbereich und nicht zuletzt ein großes Insektenhotel im Zentrum der Anlage. Was die Jury überzeugt: Dass dieser Garten mit Weitsicht angelegt worden sein muss, weil die Gehölze, die lange Zeit brauchen, um groß zu werden, sehr gut aufeinander abgestimmt worden sind.