Schwalenberg. Die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe und die Stadt Schieder-Schwalenberg planen für 2022 ein hochkarätiges Kunst- und Ausstellungsprogramm. Am 1. Mai geht es mit der Saisoneröffnung in beiden Schwalenberger Museen los.

In der Städtischen Galerie wird bis 19. Juni die Ausstellung „Magnus Zeller – Träumer und Visionär“ mit beeindruckenden Leihgaben aus Privatbesitz zu sehen sein. Zeller stand lose in Kontakt mit der Schwalenberger Malerkolonie, sein Hauptthema waren jedoch Motive mit gesellschaftskritischem oder politischem Hintergrund sowie religiöser Symbolik.

Zeitgleich werden im Robert Koepke Haus unter dem Titel „From the distance. Weltsichten von Thomas Heger und Helle Jetzig“ zwei unterschiedliche künstlerische Blicke auf unser Umfeld gezeigt. Prof. Thomas Heger aus Stuttgart schafft in seinen oft großformatigen Bildern fantastische Welten aus abstrakten Farbräumen und fiktiven Landschaften mit winzigen Menschen. Die fiktionalen Großstadtansichten des Osnabrücker Künstlers Helle Jetzig sind eine Mischtechnik aus Fotografien und Malerei. Motive seiner Bilder sind Architektur und Straßenszenen der Großstädte.

Mit berühmten Namen geht es weiter vom 3. Juli bis 4. September in der Städtischen Galerie. Unter dem Titel „Kunst macht blau – Auf der Suche nach der Farbe Blau“ werden Arbeiten vom Impressionismus bis zur Avantgarde von Georges Braque, Marc Chagall, Max Ernst, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Henri Toulouse-Lautrec, Fernand Léger, Henri Matisse, Joan Miro, Pablo Picasso und vielen anderen Künstlern gezeigt, die alle einen Aspekt der Farbe Blau erforschen. Beispiele sind Picassos „Blaue Periode“ oder die Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ mit Franz Marc und Wassily Kandinsky.

Der Kunstverein Schieder-Schwalenberg e.V. präsentiert in seiner Jahresausstellung „Internationale Positionen“ im Robert Koepke Haus vom 3. Juli bis 4. September „Helga Ntephe: trotzdem und überhaupt…“. In dieser ersten retrospektiven Ausstellung gibt die Berliner Künstlerin, die seit 2016 in Schwalenberg lebt und arbeitet, Einblicke in ihre künstlerische Lebenssammlung voller Verflechtungen und Bezügen zu biografischen Stationen und deren Geschichte – ein vielschichtiges Werk aus Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, digital art und Installationen.

Vom 11. September bis 1. November sind in der Städtischen Galerie schließlich unter dem Titel „Künstlerblick auf Schwalenberg“ ausgewählte Arbeiten aus den Sammlungen der Stadt Schieder-Schwalenberg und der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe der mit Schwalenberg verbundenen Landschafts- und Genre-Malerei zu sehen.