Weserbergland (ey/mes). Das „Bibber“-Emoji dürfte in dieser zu Ende gehenden Woche das via Whatsapp und Messenger meistverschickte Piktogramm gewesen sein. Meinertreu, es war aber auch saukalt, vor allem nachts! Und plötzlich schwirrten vielen Menschen im Weserbergland wieder die Gedanken rund um unsere Energiekrise durch die Köpfe. Was bei fünf Grad und mehr über null problemlos möglich war, nämlich das Drosseln der Heizung, das sah bei bis zu minus zehn Grad Celsius schon viel trüber aus. Es ist wahrhaft eine Herausforderung. Weshalb der HALLO für seine User Tipps hat, die nichts mit dem Heizen zu tun haben – aber dennoch mit Wärme.
Gehen wir die Sache nüchtern an: Glühwein und Grog bringen nichts – Alkohol hat noch nie gewärmt, auch nicht auf dem Weihnachtsmarkt. Im Gegenteil: Er entzieht dem Körper Wärme. Die Alternative: Tee. Und damit soll er eröffnet werden, unser Info-Reigen dazu, wie wir uns warm halten, ohne zu viel Heizenergie zu verbrauchen.
- Tee – die Wärme von innen: Tee ist super, lieber ein Glas mehr als zu wenig trinken. Es kommt aber auf die Sorte an. Minze zumindest fällt hier aus dem Raster; sie kühlt eher den Körper runter, dafür sorgen ihre ätherischen Öle. Macht aber nix, es gibt ja Alternativen noch und nöcher. Schwarzer Tee geht natürlich, grüner Tee schon weniger, weil der nicht heiß getrunken, sondern nur mit 80 Grad warmem Wasser aufgegossen wird. Am besten wirken Kräutertees. Wer einen eigenen Kräutergarten hat, sollte sich während des Sommers einen Vorrat für den Winter trocknen (Achtung: Diesen Tipp hier ausschneiden und ans Schwarze Brett hängen!). Wer ihn kauft, kauft ihn am besten lose – zum Beispiel auch auf dem Weihnachtsmarkt in Hameln, wo es unter anderem Griechischen Bergtee gibt, der so lecker ist, dass er Zucker oder irgendeine andere Süße nicht mehr braucht. Wem Tee grundsätzlich zu langweilig ist, peppt ihn auf mit frischem Ingwer oder Zitrone. Und wer meint, er hätte genug getrunken, wärmt einfach seine Hände an dem heißen Becher.
- Richtig würzen: Zimt, Anis oder Nelken sind nicht nur ein Fest für die Geschmackssinne, sie wärmen auch von innen. Passen zum Beispiel zu Reisgerichten, Fleischgerichten oder bisweilen auch in den Salat. Richtig Zunder entfacht Chili – also Gewürzpaprika. Kann man sogar selbst anbauen. Mit eigenen Pflanzen auf Balkon und Terrasse ab Frühling bereitet man den nächsten Winter schon mal sehr gut vor. Und der soll ja noch viel schwieriger werden …
- Nüsse essen: Tja, wer hätte das gedacht: Nüsse sind ’ne Knusperheizung! Ihr hohes Proteinniveau und gesunde Fette steigern die Blutzirkulation. Außerdem sind sie voll von ungesättigten Fettsäuren. Die sind gesund, allerdings setzen sie sich bei zu viel Futterei auch auf den Hüften ab. Obwohl … wärmt ja auch.
- Die gute alte Wolldecke … … verursacht Folgendes: Im Wohnzimmer auf Sessel oder Sofa sitzend hält sie uns rundherum warm. HALLO-Redakteure haben‘s ausprobiert. Wer unter der Wolldecke sitzt, kommt je nach Empfinden mit einer Raumtemperatur von 18 Grad Celsius aus! Zusätzlicher Tipp 1: Wolldecken sind nicht aufs Wohnzimmer beschränkt, können auch gut im Arbeitszimmer eingesetzt werden (ja, in der Tat, einfach ausprobieren!). Zusätzlicher Tipp 2: Gut verträglich zusammen mit Tee und Nüssen …
- Zeit mit Freunden verbringen: Eine Studie hat gezeigt, dass das wörtliche Alleinsein einen Menschen kälter macht, Zeit mit Freunden zu verbringen, wärmt hingegen auf. Wer also das nächste Mal die Wahl zwischen einem Abend mit seiner Heizdecke oder seinen Freunden hat, zieht die Freunde vor. Oder besser noch: nimmt die Decke zusätzlich mit. Sicher ist sicher.
- Die gute, alte Wärmflasche … … erlebt zurzeit eine Renaissance. Es soll Apotheken und Fachgeschäfte geben, in denen die Dinger ausverkauft sind. Hier die Schnellanleitung für richtig Bibbernde: Erstens Wasser im Kocher zum kochen bringen, zweitens Wärmflasche befüllen, drittens sich mit einem guten Buch unter die Wolldecke oder ins Bett zurückziehen. Im besten Fall handelt das Buch von Urlaub am Meer in sommerlicher Zeit. „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ und dergleichen hat nicht gerade eine wärmende Wirkung …
- Schade eigentlich, dass … … es zumindest nach Recherchen des HALLO noch keine beheizbaren Kopfhörer gibt. Andererseits funktioniert Musik – ob klassisch, jazzig oder total verrockt – auch ohne Kopfhörer „anheizend“. Ein paar Tanzeinlagen zu Hause auf eigenem Parkett oder Teppich (natürlich in Wollsocken) wirken wahre Wunder.