Weniger Straftaten

Bad Pyrmont (mes). 7,6 Prozent weniger Straftaten in der Kurstadt: Diese erfreuliche Nachricht konnte das Polizeikommissariat Bad Pyrmont jetzt überbringen. Nachdem im Jahr 2014 die Anzahl der Straftaten noch um 21 Prozent gestiegen und 2015 beinahe eine Stagnation der Fallzahlen zu verzeichnen war, konnte die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr wieder auf 1328 Fälle gesenkt werden. Das bedeutet einen Rückgang von 110 Taten gegenüber dem Vorjahr. Erneut liegt die Aufklärungsquote der Bad Pyrmonter Polizei mit knapp 67 Prozent deutlich über dem Durchschnitt des Landes Niedersachsen (61,4 Prozent). Insgesamt konnten 888 Täter ermittelt werden – rund drei Viertel waren dabei männlich.

Im Bereich der (versuchten) Tötungsdelikte konnten die Ermittlungen in einem Fall im vergangenen Jahr zum Abschluss gebracht werden. Die Tat als solche war bereits 2015 geschehen: Hier hatte eine Frau mit einem Messer auf ihren Lebenspartner eingestochen; mittlerweile ist sie zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Des Weiteren gab es einen Fall, in dem die Polizei wegen des Verdachts eines ärztlichen Kunstfehlers Ermittlungen führte.

Im vergangenen Jahr wurden in der Kurstadt zudem 20 Sexualdelikte zur Anzeige gebracht – eine Tat mehr als im Vorjahr. In zehn Fällen ging es um sexuelle Übergriffe bei Tanzveranstaltungen und Feierlichkeiten. Neben innerfamiliärer sexueller Übergriffe sind auch sieben Kinder Opfer sexueller Gewalt geworden. Ein Täter konnte noch nicht ermittelt werden.

Im Bereich der Raubtaten gab es eine der erfreulichsten Entwicklungen: 2016 haben sich nur zwei räuberische Diebstähle und ein versuchter Raub ereignet. Erstere konnten geklärt werden, nur für den versuchten Banküberfall in Baarsen ist kein Tatverdächtiger verzeichnet.

Gestiegen sind indes die Körperverletzungsdelikte: um acht Taten auf 143. 47 dieser Taten wurden unter Einsatz von Waffen oder besonders roher Gewalt als gefährliche Körperverletzung verübt. Gerade bei den Körperverletzungen, die auf offener Straße und oft aus einer Gruppe heraus begangen worden sind, ist ein Anstieg von vier auf 16 Taten zu verzeichnen. Bei einer Aufklärungsquote von 90,2 Prozent bei allen Körperverletzungen bedeutet dies, dass einer von zehn Tätern unerkannt entkommen konnte.