Von ihren musikalischen Fähigkeiten waren die Produzenten zunächst nicht überzeugt – toller Einstieg für ’ne Beatband … Dazu muss man aber wissen, dass The Monkees sich nicht selbst gefunden hatten, sondern von Promotern gesucht wurden. Via Anzeige in Zeitschriften hielt man 1965 Ausschau nach „vier verrückten Jungs zwischen 17 und 21 Jahren“ für eine Fernsehserie rund um die Abenteuer einer langhaarigen Beatband. Michael Nesmith, Davy Jones, Micky Dolenz und Peter Tork setzten sich gegen 433 andere Bewerber durch. Musiker waren sie zu dem Zeitpunkt beiläufig; sie passten eher gut ins Bild – für den echten Beat sorgte die Studioband The Candy Store Prophets. Verrückte Geschichte. Erinnert mich an Boney M. …

Aber im Laufe der Zeit wurden die vier Monkees an ihren Instrumenten fitter. Und obgleich ihre Songs meistens von anderen geschrieben worden waren und auch „I’m a believer“ aus der Feder Neil Diamonds stammt, höre ich gerade dieses Stück immer gerne. Schmackiger Chorgesang und ein Örgelchen, das sich anhört, als ob Zwerg Nase auf schrulliger-schräger Tute zum Mittagessen bläst, machen diese federleichte Nummer zum fröhlichen Taumeltänzchen. Es geht ums Schönste auf der Welt: die Liebe! Das Song-Ich glaubt fest an sie. In einer Zeit, in der es mehr Menschen mit Aberglauben anstatt mit Glauben gibt, fast schon ein Gebet. Aber eines in Dur. Das macht‘s aus!

Then I saw her face,
now I’m a believer.
Not a trace of doubt
in my mind.
I’m in love.