Da stehe ich in meinem Lieblings-Plattenladen und stöbere durch die Scheiben, als meine Ohren wohlklingende Töne erreichen: Durch die Boxen, an mehreren Stellen im Geschäft verteilt, dringen wummernde Beats, laute E-Gitarren und wütender Gesang, der mich fast an die Wand katapultiert. Die ausgespienen Wörter will (darf) ich hier nicht wiederholen, aber der Sänger der Nummer schien mehr als verzweifelt.

Und so begann die Recherche, kaum dass ich wieder zu Hause war: Ein paar Lyrics bei Frau Google eingegeben, schon prangte der Band-Name im Suchergebnis: Electric Callboy. Hm, Moment, wo hatte ich den schon mal gehört? Nach weiterer Recherche dämmerte es mir: Das ist doch die deutsche Metalcore-Band, die sich bei ihrer Gründung 2010 noch Eskimo Callboy nannte! Groovy!
Aus Gründen (siehe oben) habe ich für heute aber einen anderen Song der Mannen aus Castrop-Rauxel ausgesucht. Oldschool, wie ich bin, fühle ich mich nicht bei Spotify zu Hause, also stöberte ich einfach bei youtube nach weiteren Nummern. Und eine fiel mir dabei sofort ins Auge, weil dort tatsächlich der Name „Sido“ mit auftauchte. Rap meets Metalcore? Ich dachte, das könnte interessant werden – und wurde nicht enttäuscht.

Nun gebt euch auch mal „Best Day“ aus dem Jahre 2015. Macht Laune, oder? Es lohnt sich also doch immer mal, seine Komfortzone zu verlassen, Vorurteile beiseite zu schieben und sich eine frische Meinung zu bilden. Irgendwie passen die Stimmen perfekt zueinander und durch den Sido-Part bekommt die Nummer ein ganz besonderes Flair. Kann man machen!