Radler fahren auf Vier-Sterne-Strecke

Hameln-Pyrmont (mes). Kaum heißt es, der Frühling kommt, schon fangen die Leute an zu schwärmen. Alle wollen raus. Klettern, laufen, Fahrrad fahren, einfach nur genießen. Und auch wenn es Petrus noch nicht ganz so gut meint mit uns: Mit einem richtigen Wintereinbruch ist in diesem Monat nicht mehr zu rechnen. Wie könnte es da passender sein, dass gerade jetzt, wo wir wieder ins Freie strömen, der Weser-Radweg zu den Top-Radrouten in Deutschland ausgezeichnet wurde!

Die Freude bei allen Beteiligten ist groß und die Bemühungen um die erfolgreiche Zertifizierung haben ihre Früchte getragen: Der beliebte Radweg wurde auf der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse (ITB) vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) mit vier Sternen und dem Gütesiegel „ADFC-Qualitätsradroute“ ausgezeichnet. Die Urkundenübergabe mit Olaf Lies, dem Niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, erfolgte im Rahmen einer Feierstunde auf dem Niedersachsenstand am vergangenen Mittwoch. Die offizielle Verleihung vom ADFC fand einen Tag später statt.

Radfahrern bietet die Auszeichnung von Radwegen als Qualitätsradrouten durch den ADFC mit bis zu fünf Sternen die Möglichkeit, die Qualität einer Route einzuschätzen. Die Kriterien sind deutschlandweit einheitlich und beinhalten neben Befahrbarkeit, Wegweisung, Routenführung, touristischer Infrastruktur und Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr auch eine Betrachtung des Marketings der Radroute.

Die Bewertung des ADFC lobt unter anderem, dass der Weser-Radweg hält, was er verspricht, und sich durch eine flussnahe Routenführung links und rechts der Weser auszeichnet. Die Strecke verläuft auf autofreien und verkehrsarmen Wegen und kann daher beim Thema Sicherheit besonders punkten und ist hiermit auch für Familientouren optimal geeignet. Hervorzuheben ist außerdem das hervorragende Informationsangebot rund um den Weser-Radweg mit dem kostenfreien Serviceheft, der Internetseite sowie der Weser-Radweg App, mit dem sich die Radtouristen bestens über die Tour informieren können.

Der Wegeverlauf punktet mit einer abwechslungsreichen Landschaft. Hervorzuheben ist die gute Netzwerkarbeit und Koordinierung, die in den vergangenen Jahren geleistet wurde. „Unser gemeinsames Ziel, einen der beliebtesten Radfernwege in Deutschland mit der Qualitätsoffensive auf einen hohen Qualitätsstandard zu bringen zahlt sich jetzt aus“, freut sich Petra Wegener, Geschäftsführerin des Weserbergland Tourismus e.V. „Nur durch die Kooperation der Landkreise und Partner entlang der rund 520 Kilometer langen Strecke konnten die Maßnahmenkataloge zur Verbesserung der Qualität abgearbeitet und vorhandene Mängel erfolgreich beseitigt werden“.

Also nichts wie rauf auf die Strecke! Natürlich nicht ohne Helm und nicht ohne den Drahtesel vorher fit gemacht zu haben. Um den Winterdreck loszuwerden, empfiehlt es sich Rahmen und alle Anbauteile mit Fahrradreiniger zu säubern. Auch den Pneus gebührt Aufmerksamkeit: Lässt sich der Reifen mehr als einen Zentimeter eindrücken, braucht er Frischluft. Und die Kette braucht genauso Fürsorge wie alle anderen beweglichen Teile. Auch auf die Drehpunkte der Schaltung, der Pedale sowie auf die Schalt- und Bremszüge gehört ein Spritzer kriechfähiges Schmiermittel. Bremsen, Gänge und Licht sollten ebenfalls gecheckt werden.