„Leo“ hat sich hübsch gemacht

Bad Pyrmont (mes). Während derzeit noch der (Oster-)Hase das Geschehen bestimmt, stehen schon ganz andere Gesellen in den Startlöchern für ihren großen Auftritt: Die Palmen werden Dienstag aus ihrem Winterquartier geholt! Bis einschließlich Freitag wird daher zur Sicherung des Transportes und des fließenden Verkehrs im Kreuzungsbereich Zimmer-mannstraße – Schillerstraße – Emmerstraße – Südstraße – Schlossstraße eine Ampel eingesetzt. „Das machen wir seit etwa zehn Jahren so und es funktioniert gut“, sagt Michael Mäkler, Gärtnermeister des Staatsbades. Die Regelung ist gültig ab Dienstag, 18., bis Freitag, 21. April, von 7 bis 17 Uhr.

Pünktlich zur Outsoor-Saison hat sich auch „Leo“ in Schale geworfen. Leo ist nicht nur die älteste, sondern auch eine der größten Palmen im Bestand des Staatsbades. Mithilfe von Gabelstapler und Kranwagen wurde die Prozedur vollführt. Notwendig geworden war die Maßnahme, da sich der alte Topf begann anzuheben. „Das Lärchenholz gab nach“, betont Michael Mäkler. Mit frischer Erde sollte sie sich nun in ihrem neuen „Domizil“ für die nächsten 20 Jahre wohlfühlen, meint er. Übrigens treffe es auf alle Kübelpflanzen im Bestand zu, dass sie im Durchschnitt alle 15 Jahre einen neuen Kübel erhalten.

Circa 500 solcher Pflanzen machen sich diese Woche also auf den Weg von ihrem Winterquartier, den Palmenhäusern, in den Kurpark. Die Hälfte davon steht in so großen Kübeln, dass sie nur per Gabelstapler transportiert werden können. Ein großer Aufwand. Doch die Herausforderung liege in diesem Jahr vor allem an der verkürzten Woche, räumt Michael Mäkler ein. Innerhalb von nur vier Tagen muss der Transport abgeschlossen sein. Außerdem soll pünktlich zu Ostern auch die ganze Stiefmütterchenpracht in den Beeten des Kurparks erstrahlen. „Wir machen alles gleichzeitig - da muss dann auch das Wetter mitspielen“, wünscht sich der Fachmann.

Deutlich weniger Stress erhofft sich Michael Mäkler durch ein neues Aufstellungssystem. Bereits im Herbst, als alle Pflanzen ihr Winterquartier bezogen, wurden sie nummeriert. Nach dieser Reihenfolge sollen sie nun wieder herausgeholt werden. Wenn diese logistische Neustrukturierung gut klappt, würden die Arbeiten problemlos von der Hand gehen, ist er sich sicher. Und das bedeute wiederum auch mehr Sicherheit, mehr Qualität, weniger Zeitaufwand.