Aus zwei mach drei

Bad Pyrmont (mes). An diesem Wochenende richten sich alle Blicke auf die Fußgängerzone Bad Pyrmonts. Denn genau vor 40 Jahren, am 15. April 1978, wurde nach einer Rekordbauzeit von nur sechs Monaten durch den damaligen Bürgermeister Fritz Drinkuth und den mit Entwurf und Bauleitung betrauten Architekten Holger Haag sowie Tausenden von Besuchern die Fußgängerzone in der Brunnenstraße offiziell eröffnet.

Schon knapp ein Jahr nach Beschlussfassung durch den Rat der Stadt Bad Pyrmont erhielt das Bauwerk, das 2,5 Millionen Mark kostete, eine landesweite Auszeichnung durch den Bund Deutscher Architekten (BDA) im Rahmen des Wettbewerbes „Bauen in städtischer und ländlicher Umgebung“.

Bereits im Jahre 1720, am 1. Mai, wurde die sogenannte „Neustadt Pyrmont“ von Fürst Friedrich Anton Ulrich zu Waldeck (1676 – 1728) mit der als Allee angelegten heutigen Brunnenstraße gegründet. Das neue Stadtviertel sollte in der Kurzeit für die Aufnahme vornehmer Gäste bestimmt sein. Das heißt also: Im Jubiläumsjahr 2020 feiert die Brunnenstraße bereits ihren 300. Geburtstag.

Da in diesem Jahr bereits zwei Jubiläen gefeiert werden – 350 Jahre Hauptallee und 200 Jahre Kur-theater – verzichtet die Werbegemeinschaft Bad Pyrmont auf eine zusätzliche Veranstaltung, räumt Werbegemeinschaftsvorsitzender Helmut Fahle ein. Dafür soll die Brunnenstraße dann zum 300. Geburtstag gebührend gefeiert werden.

Den Verein Fürstentreff, der zu seinem Festwochenende (29. Juni bis 1. Juli) beide Jubiläen mit einbindet, unterstützt die Werbegemeinschaft dabei zum Beispiel mit dem Moonlight-Shopping mit Weinprobe am Freitag, 1. Juni. Das diesjährige Weinprobierglas ziert übrigens das Motiv 350 Jahre Hauptallee.