Der Bürgermeister und die Baustellen

Bad Pyrmont (mes). Das Jahr ist schon einen Monat alt, aber nicht alt genug, um zurück- und vorauszublicken. Bad Pyrmonts Bürgermeister Klaus Blome betitelt die Inbetriebnahme des Neubaus des Humboldt-Gymnasiums als sein 2018er Highlight. Für dieses Jahr nennt er im Gespräch mit HALLO zum Sonntag die Fertigstellung der Heemsteder Brücke als den wichtigsten Meilenstein. Es sei das Projekt, über dessen Schlusspunkt er sich am meisten freue.

Die Arbeiten schreiten gut voran. Seit zwei Wochen sind Stahlbeton-Fertigteile eingebaut. Die sechs von Armierungen und Leerrohren zum späteren Spannen der Stahlseile durchzogenen Betonteile, die die Basis für den weiteren Aufbau bilden, bringen 378 Tonnen Gewicht auf die Waage. Im nächsten Schritt erhält das neue Bauwerk die Brückenkappen zur Stabilisierung an den Seiten. Auf den Kappen wiederum wird das Geländer montiert. Den Abschluss bildet eine Asphaltschicht – der später befahrbare Straßenbelag.

Im April soll die Brücke

endlich befahrbar sein

Und anders als die großflächigen Betonarbeiten sind die letzten Arbeitsschritte an und auf der Brücke nicht mehr sehr wetterabhängig. Es sieht also danach aus, als könnte sich Klaus Blome wirklich schon bald auf die Fertigstellung der Heemsteder Brücke freuen. Zumal auch Markus Brockmann, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, seine Prognose bislang beibehalten hat: Der April ist nach wie vor anvisiert.

Klaus Blome nennt aber auch die weiteren Herausforderungen, die in diesem Jahr auf Pyrmont zukommen: „In der Verwaltung gehen wir stetig mehr auf einen altersbedingten personellen Umbruch zu, den wir bewältigen müssen.“ Und: „Die Planungen für das gemeinsame Feuerwehrhaus der Wehren Pyrmont und Holzhausen sind voranzubringen. Auch Beschaffungen bei Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr stehen an.“ Das Thema Feuerwehrhaus erhitzte in der jungen Vergangenheit immer wieder die Gemüter. Auch im Rahmen der Hauptversammlung der Feuerwehr Bad Pyrmont kam es zur Diskussion über das mit der Holzhäuser Wehr angestrebte gemeinsame Gebäude, das am Gondelteich entstehen soll. Ortsbrandmeister Michael Kuhn hob hervor, dass die Ortswehr Bad Pyrmont für die erneut angefachte Diskussion zur Standortfrage keinerlei Verständnis habe. Nicht die Feuerwehr habe diesen Standort am Gondelteich für ideal erklärt, sondern Fachingenieure hätten mit dem erarbeiteten Bedarf für den Brandschutz des gesamten Stadtgebietes die Grundlagen für das Ergebnis eines Gutachtens gelegt und dafür seitenlange Dokumentationen zusammengetragen. Man müsse sich nur die beiden maroden und den aktuellen Anforderungen nicht mehr entsprechenden Gerätehäuser an der Waldecker und Grießemer Straße anschauen und sich ernsthaft mit den Gegebenheiten und Bedarfen auseinandersetzen. Hierzu gehörten nicht nur die baulichen Mängel, sondern auch die für etliche Aufgaben gehörende Platznot. Auch Stadtbrandmeister Maik Gödeke forderte bekanntlich die Feuerwehrkameraden dazu auf, in dieser Angelegenheit Ruhe zu bewahren. „Nehmt den Spaten in die Hand und fangt endlich an“, lautete der Appell von Jürgen Bitterling, der damit auch dem Bürgermeister aus der Seele spricht.

Ehemalige Thaler Schule soll

Dorfgemeinschaftshaus werden

Weitere Themen liegen Blome am Herzen: „Die Realisierung der Umnutzung der ehemaligen Schule Thal in ein Dorfgemeinschaftshaus sollte voranschreiten, und auch die Brandschutzmaßnahme in der Sporthalle Südstraße sollte weiter umgesetzt werden.“ Außerdem nennt er die Umgestaltung des städtischen Gebäudes Helenenstraße 19 in eine Kindertagesstätte, um noch attraktiver für Familien zu werden.

2019 ist also vollgepackt mit „Baustellen“, Projekten und Herausforderungen. Der Januar ist um – bleiben noch elf Monate, um Aufgaben anzuschieben oder fertigzustellen. Los geht‘s.