40000 Euro für den Spelunkenturm

Bad Pyrmont. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Sanierung des denkmalgeschützten Spelunkenturms auf dem Bomberg hoch über Bad Pyrmont mit 40000 Euro. Einen entsprechenden Fördervertrag konnte Bürgermeister Klaus Blome jetzt vom Leiter des DSD-Ortskuratoriums Hameln, Dietrich Burkart, entgegennehmen.

Eine wissenschaftliche Kommission hat laut Burkart die Entscheidung über die Zuwendung getroffen. „Der Spelunkenturm ist ein markantes Beispiel der jüngeren Pyrmonter Geschichte und ein typisches Beispiel einer Eisenkonstruktion des späten 19. Jahrhunderts“, begründete Burkart die Förderzusage.

„40000 Euro sind ein stattlicher Anteil, den wir gut gebrauchen können“, stellte Blome fest. Der Turm sei eine erhebliche Attraktion für Pyrmonter, Kurgäste und Touristen, die sich aus der Höhe einen guten Gesamtüberblick verschaffen könnten. Er selber besteige den Turm zwei- bis dreimal im Jahr.

Für die Sanierung hat die Stadt 205000 Euro veranschlagt. Zieht man die zugesagten Fördergelder in Höhe von insgesamt 185000 Euro ab, bleibt ein kommunaler Anteil von 20000 Euro.

Dabei ist noch nicht ganz klar, ob die Aussichtsplattform in 27 Metern Höhe, die massive Korrosionsschäden aufweist, erneuert werden muss oder restauriert werden kann. Laut Thomas Goretzki vom städtischen Immobilienmanagement soll die Kanzel mit einem Kran auf den Boden gesetzt, in transportfähige Teile zerlegt und in eine Werkhalle transportiert werden. „Wenn die meisten Teile noch gut zu gebrauchen sind, dann wird sie restauriert. Wenn nicht, dann wird sie komplett ausgetauscht.“ Laut Goretzki sollen die Arbeiten kurzfristig beginnen, je nach Wetterlage. „Ich hoffe, dass der Turm noch in diesem Jahr wieder begehbar sein wird, aber versprechen kann ich das nicht.“

Bislang war die in Bonn ansässige Stiftung in Bad Pyrmont nicht tätig. 2018 hat sie mehr als 490 Projekte mit über 24,1 Millionen Euro in Deutschland gefördert und engagiert sich auch für das Schloss Hämelschenburg. Künftig hat die Stiftung aber mit Dr. Dieter Alfter einen Repräsentanten vor Ort „Wir sind darüber sehr froh, denn er ist ein Kenner der Stadtgeschichte und er weiß immer, wo es ein bisschen brennt“, so Burkart. Dass sich die Stiftung hier engagiert, ist seiner Meinung nach dringend notwendig. Das sieht auch Blome so. „Wir haben riesigen Bedarf, das ist überhaupt keine Frage. Und eine bessere Persönlichkeit als Dr. Alfter kann man für diese Aufgabe aktuell nicht finden.“