Mehr Gehör gefordert

Hameln. Kinder und Jugendliche in Hameln wünschen sich mehr Grün im Stadtbild und ein höheres Umweltbewusstsein, mehr offene Räume für Freizeit- und Sportinteressen, mehr soziales Engagement und politische Mitsprache und vor allem: mehr Gehör. Dies forderte die erste Kinder- und Jugendkonferenz in Hameln zutage.

Auf dieser Konferenz, an der laut Anna Hoferichter vom Jugendzentrum Regenbogen gut 50 Kinder und Jugendliche teilgenommen haben, wurde aber auch deutlich, dass die Jugend ebenso weiß, was sie an Hameln hat.

Luft nach

oben

Weser, Klüt, Bürgergarten, Kinderspielhaus, Hort, Schulen oder etwa die Altstadt wurden von ihnen als „Hamelner Schätze“ genannt, sagte Hoferichter am Dienstag im Ausschuss für Familie, Kindertagesstätten, Schulen und Sport, wo die Ergebnisse der Konferenz von ihr, dem Regenbogen- sowie Kinder- und Jugendarbeit-Leiter Patrick Viktor und den beiden Jugendlichen Florian Zang (16) und Tino Koletsos (22) präsentiert wurden.

Aber es gibt eben auch noch durchaus Luft nach oben. Konkret wurden beispielsweise der starke Autoverkehr und die Tempoüberschreitungen rings um die Papenschule beklagt oder dass die Sporthallen, gerade in den Wintermonaten, nicht öffentlich zugänglich sind und dass es zu viele graue Wände gibt, die schöner wären, wenn sie bemalt werden dürften. Auch gebe es zu wenig große und moderne Spielplätze. Die älteren wünschten sich einen (Weser- oder See-)Strand, eine Partymeile etwa an der Promenade, mehr Nachtleben und mehr Shopping-Möglichkeiten. Außerdem forderten manche Jugendliche ein Jugendgremium. Dann könnten sich Jugendliche einfacher engagieren. Dass es in anderen Kommunen bereits Jugendparlamente gibt, kam dabei nicht zur Sprache.

„Wir Jugendlichen fühlen uns manchmal ein bisschen ungehört“, sagte Koletsos. Er fahre bereits Skateboard, seit er zehn Jahre alt ist, schon seit vielen Jahren kämpfe er und andere für einen Skate-Park. „Wir haben protestiert, Briefe geschrieben – aber gebracht hat es nichts“, sagt er. Zwar kündigte Oberbürgermeister Claudio Griese beim Neujahrsempfang an, dass in diesem Jahr mit der Planung eines Skate-Parks auf dem Werder begonnen werde. Koletsos’ Mail ans Rathaus vom September sei indes bis heute nicht beantwortet worden.