Endlich ohne Baustelle

Hämelschenburg. Erleichtert ist Schlossbesitzer Lippold von Klencke. „Ich freue mich auf eine Saison ohne Gerüste und Straßensperrungen.“ Nicht ohne Grund: Monatelang sanierten im Vorjahr Experten eine Fassade des historischen Gebäudes, erschwerte die Vollsperrung der Landesstraße in Amelgatzen die Anreise. Kommen in normalen Jahren bis zu 20000 zahlende Gäste, fiel die Bilanz 2018 um 13 Prozent geringer aus. Kleiner Trost: Die Schlossbesitzerfamilie hatte ein größeres Minus befürchtet.

Entsprechend positiv gestimmt zeigt sie sich, nun an frühere Erfolgszahlen anknüpfen zu können. Dazu beitragen könnte erneut eine gute und überregionale Medienpräsenz in Print und Fernsehen. Und: Bei der Bilanz handelt es sich nur um Gäste, die an den etwa 50-minütigen Führungen teilnehmen. Hinzu kommen viele Ausflügler und Spaziergänger, deren Ziel an der Emmer die alte Wassermühle mit dem Malatelier Klüter oder die Holzspielzeugwerkstatt Rischmade auf der Mühleninsel ist, ungezählt sind die Gäste im Café, darunter mit Familienfeiern.

Den Auftakt eines umfangreichen Veranstaltungsprogramms bildet eine Erlebnisführung. Am 27. und 28. April (je 12 und 14 Uhr) schlüpft eine Darstellerin in die Rolle von Anna von Holle. Zwischen 1588 und 1613 hatte sie zusammen mit ihrem Mann Jürgen Klencke das Renaissanceschloss erbauen lassen. Ein Klavierkonzert von Josefa Schmidt im Charlottensaal, dem Ballsaal des Schlosses, folgt am 19. Mai, die Fohlenschau des Trakehner-Gestüts Langels lockt am 26. Mai besonders die Pferde-Fachwelt, der Pfingstgottesdienst auf dem Schlosshof ist am 9. Juni vorgesehen. Terminiert sind bereits das Konzert des Hamelner Chors „Ton-Art“ (29. Juni), die Kunstausstellung von Artes Wesera (27. September bis 3. Oktober) und natürlich der Adventsmarkt (29. November bis 1. Dezember).

Führungen mit Schlossbesichtigungen: 16. bis 30. April und Oktober 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr; Mai bis September 10, 11, 12, 14, 15, 16 und 17 Uhr; weitere Informationen im Internet: schloss-haemelschenburg.de