Als Vorgeschmack auf ihr am 9. Juni erscheinendes Album „Six“ (nach 15 Jahren Pause!) veröffentlicht die Band „Extreme“ nun das Video und die dazugehörige Single zum Album-Opener „Rise“. Und während ich über ihren Song „More Than Words“ sinniere, den ich weder bei seiner Veröffentlichung 1991 noch heute toll fand/finde, fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Wie konnte ich bloß diesen Song vergessen? „Get the Funk out“ hat mich nämlich erst auf die Band aus Boston aufmerksam gemacht – und die Nummer ist sogar auf dem gleichen Album wie die lahme Ballade zu finden: auf „Extreme II: Pornograffitti“ aus dem Jahr 1990.

Alleine die Bassline am Anfang bläst einen ja förmlich weg! Diese Mischung aus synkopierten Funkrhythmen, chromatischen Bläserriffs, hochvirtuoser Technik, Spielwitz und brachialem Rocksound hatte ich in dieser Ausprägung bis dahin nur selten gehört. Und obwohl ich ja (bekannterweise) überhaupt kein Fan von Funk bin, macht mir das in einer solchen Kombination nach wie vor Spaß.

Sind Extreme denn wohl immer noch im Funk Metal zu Hause? Ich habe kurz in den Song „Rise“ hineingehört, der jetzt am 1. März erschienen ist, und muss sagen: Wow! Mit Funk hat’s nur noch wenig zu tun, aber umso besser! Die Nummer ist aggressiv, enthält ein raffiniertes Solo und Nuno Bettencourt enttäuscht mit seinen Licks natürlich keine Sekunde.

Heute geben wir uns aber erst einmal ein Stück Vergangenheit und rocken ab zu „Get the Funk out“, bevor wir uns auf die neue Scheibe der Rocker freuen.