Oktober ist „spooky month“, also warum heute nicht mal was Düsteres in dieser Rubrik? Manchmal findet uns ein Song, der schon viele, viele Jahre auf dem Buckel hat, ohne dass er von uns bemerkt wurde. Bei mir so geschehen mit „Avalanche“ von Leonard Cohen. Nun bin ich auch kein ausgewiesener Cohen-Fan – und trotzdem freut es mich diese Nummer nun (endlich) zu kennen!
Ich stieß auf sie durch „Ghost“, die in den vergangenen Jahren reichlich Songs aller möglichen Bands und Genres gecovert haben. Diese Versionen interessierten mich zunächst nicht so sehr, doch nachdem ich jene von „It’s a Sin“ von den Pet Shop Boys gehört hatte (merken – es lohnt sich!), war ich mehr als neugierig auf die anderen; bis dato kannte ich nur die Cover-Version von „Enter Sandman“. Und auch wenn mein ganz klarer Favorit „Waiting fort he Night“ ist (Depeche Mode), so kann ich diese Nummer hier nicht bringen, denn das Original überzeugt mich überhaupt nicht!
Aber „Avalanche“, ja, das ist ein Leckerbissen – sowohl im Original als auch als Ghost-Cover! Dass der Song von Leonard Cohen ist, merkt man schon gleich zu Beginn: Sein ungewöhnliches Gitarren-Picking ist irgendwie auch sein Markenzeichen. Die Stimmung des Songs, die Textzeilen – alles passt so unglaublich perfekt zusammen. Cohen selbst sagte zwei Jahre nach Veröffentlichung, die Lyrics basierten auf einem von ihm selbst geschriebenen Gedicht.
Well I stepped into an avalanche
It covered up my soul
When I am not this hunchback that you see
I sleep beneath the golden hills
You who wish to conquer pain
You must learn, learn to serve me well
Hat was!