Von Meike Schaper

Smartphones heißen doch Smartphones, weil sie smart – also schlau – sind, oder? Sie wissen dank entsprechender Apps, wie das Wetter wird, was es in der Umgebung zu essen, trinken oder entdecken gibt – ja, sie sagen einem sogar, wie viele Schritte man am Tag gelatscht ist. Manches mag ein lustiges Gadget sein. Wer’s braucht…

Was ich als Smartphone-Besitzer aber auf jeden Fall brauche, sind die „das sollte eigentlich normal sein“-Features: Ich möchte telefonieren, Nachrichten senden sowie Uhrzeit und Datum ablesen können. Letzteres stellte sich jüngst als Problem dar. Mitten während einer Kreuzfahrt wurde angekündigt, dass wir nachts in eine andere Zeitzone fahren würden und wir die Uhren daher um eine Stunde vorstellen müssten. Blöd nur, dass es auf hoher See oft keine Verbindung und damit keine Garantie gibt, dass sich das Handy automatisch in die neue Uhrzeit einwählt. Um 8 Uhr sollte am nächsten Tag ein Landausflug starten. Ohne Wecker würde das nichts werden. Doch der befand sich ja im Handy. Und wenn das Handy nun in der falschen Uhrzeit denkt, weckt es im schlechtesten Fall eine Stunde zu spät.

Ich wollte nicht das Risiko des Verschlafens eingehen, den Ausflugsbus nur noch von hinten sehen und stattdessen abends dann von meinem Smartphone erfahren, dass ich mein Schritte-Ziel an jenem Tag nicht erreicht hätte. Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich frage einfach an der Rezeption, ob man mich nicht wecken mag! Ein Hoch auf den guten alten Wake-up-Call und die Kommunikation via Old-school-Telefonapparat! Auch wenn der natürlich keine Schritte zählen kann…